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21.11.2018 : 7:25 : +0100

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Theaterbesuch in Oldenburg

Drei Deutschkurse des 13. Jahrgangs besuchten zusammen mit ihren Lehrerinnen Claudia Schumacher und Elle-Kari Schalow und ihrem Lehrer Klaus-Dieter Lemke im Staatstheater Oldenburg die Aufführung "Die Ratten" von Gerhart Hauptmann.

     "Die Ratten" - eine Komödie, tragisch schlecht. - Samstagabend: es gibt viele gut Dinge, die man tun kann, doch das, was sich als Inszenierung von Gerhart Hauptmanns "Die Ratten" präsentiert, ist keine Alternative. In einem ungenügend gelüfteten, einschläfernd wirkendem Zuschauerraum wird einem ein langweiliges Stück präsentiert, das weder emotionsgeladen, noch dramatisch, noch in sonst irgendeiner Art und Weise packend ist. Die Inszenierung lebt von recht flachen Gags, die einem ab und an ein minimales Schmunzeln abringen können.

     Da das Stück sich jedoch als Tragikomödie versteht, sollte der komödiantische Teil der Inszenierung den tragischen kontrastieren, anstatt dass der tragische Part in einer schlechten Komödie untergeht. Die Schauspieler mögen zwar bemüht gewesen sein dieses umzusetzen, jedoch waren sie teilweise nicht für ihre Rolle geeignet, teilweise einfach nur wenig authentisch. Auch die pausenfüllenden Dokumentarfilmausschnitte von wilden Tieren in Afrika vermochten nicht zu überzeugen, da sie beim Publikum nicht das erzeugen konnten, was schon den Schauspielern nicht gelungen ist: mitreißende Dramatik. Da neben diesen Mängeln auch noch einige Personen aus der Handlung weggelassen wurden, das Bühnenbild aus nur einem Raum bestand und das Ende viel zu abrupt kam, bleibt einem nicht viel anderes übrig als das Stück, um in Schulnoten zu sprechen, mit maximal einem "mangelhaft" zu bewerten.

 

     Kurz zusammengefasst: Obwohl man ein Bemühen gesehen hat, hat das Stück schwach angefangen und dann stark nachgelassen (Samuel Tresp, 13. Jg.).

     Da wir das Drama "Die Ratten" von Gerhart Hauptmann im Unterricht behandelt haben, besuchten wir im Oldenburger Staatstheater das gleichnamige Stück, dessen Inszenierung uns gut gefiel. Besonders die Leistung der Darsteller der Frau John und des Harro Hassenreuters fiel auf. Ihr Schauspiel war sehr glaubhaft. Des Weiteren fehlte es der Aufführung nicht an Humor. Anders als im Buch begeisterte nämlich die ironische Darstellung Spittas, der seine Figur übertrieben emotional und pathetisch auslegte. Aufgelockert wurde das Stück außerdem durch die interessante Einbringung von Sequenzen aus Tierdokumentationen, die zwischen den Szenen eingespielt wurden.

     Diese Filmausschnitte spiegelten verschiedene Situationen im Drama wider, wie zum Beispiel die Geburt des Kindes der Piperkarcka.

 

(ra/16.03.2009)