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20.6.2018 : 22:53 : +0200

Washington D.C.

Am 3. April 2009 um 6.00 Uhr fuhren wir von der Schule in Somerset mit dem Bus in Richtung Washington D.C. los. Mit dabei waren die Austauschschüler, drei Lehrer und ein paar Schüler der Schule, die sich freiwillig gemeldet hatten.

Die Strecke von Somerset nach Washington D.C. über die Appalachen dauerte gute vier Stunden.

Bei unserer Ankunft hatte es in Strömen geregnet, daher konnten wir auch nicht, wie vorerst geplant, den Nationalfriedhof Arlington besuchen, auf dem unter anderem John F. Kennedy begraben liegt.

Nachdem wir uns in Gruppen von mindestens vier Schülern aufgeteilt hatten, gingen wir zuerst fast alle in das Natural History Museum. Nach einer guten Stunde hatte sich das Wetter aber deutlich gebessert und die meisten Gruppen hielten sich nicht lange im Museum auf. Solche starken Wetterveränderungen kommen in Deutschland nur sehr selten vor. Die Höchsttemperatur betrug an diesem Tag sogar später noch 25°C.

Als erstes liefen wir mit unserer Gruppe, die aus vier Amerikanern und sieben Deutschen bestand, zum Washington Monument. Von dort aus haben wir uns auf den Weg zum "Weißen Haus" gemacht, vorbei an dem World War II Memorial. Unterwegs wurden noch jede Menge Fotos geknipst.

Vor dem Weißen Haus wurde gerade eine Demonstration gegen das Gefängnis in Guantánamo veranstaltet. Eine kleine Gruppe von Menschen hatte orange Gefängnisbekleidung an, einen schwarzen Stoffbeutel über dem Kopf und die Hände hinter dem Rücken verbunden. Zur Unterstützung befand sich auch die Polizei in der Nähe der Demonstration, die jedoch sehr friedlich verlief.

Nach einer kleinen Pause liefen wir vom Weißem Haus zum Capitol, vorbei an manchen anderen Sehenswürdigkeiten und Museen, wie zum Beispiel das Archives of the USA.

Hinter dem Capitol gab es eine große Bibliothek, vor der wir erneut eine kleine Pause einlegten. Dann war es auch schon Zeit sich wieder mit der gesamten Gruppe am Bus zutreffen.

Alle kamen pünktlich und unversehrt um 15.00 Uhr am Treffpunkt an. Jedoch wurden ein Portemonnaie und eine Sonnenbrille vermisst, die am Ende auch leider nicht wieder auftauchten.

Mit dem Bus fuhren wir dann circa fünf Minuten zum Denkmal der Vietnam Veteranen und dann weiter zum Lincoln Memorial. Beim Lincoln Memorial hielten wir uns etwas länger auf und machten ein Gruppenbild mit allen Schülern. Danach ging es weiter zum Denkmal des Koreakriegs, das sehr beeindruckend war.

Daraufhin fuhren wir mit dem Bus weiter zum Franklin Delano Roosevelt Memorial. Auf dem Weg dorthin kamen wir auch noch am Thomas Jefferson Memorial vorbei. Das Franklin Delano Roosevelt Memorial ist wirklich ein schönes Denkmal, das uns allen sehr gut gefallen hatte und bei dem man schöne Bilder machen konnte.

Nachdem wir alle reichliche Bilder gemacht und eine Menge von Washington D.C. gesehen hatten, ging es gegen 18.00 Uhr mit dem Bus wieder Richtung Somerset. Zwischendurch hielten wir noch einmal an, um uns bei McDonalds und Co. zu stärken. Nach einer langen Busfahrt von circa vier Stunden kamen wir um 23.00 Uhr müde aber erleichtert in Somerset an.

Der Ausflug nach Washington D.C. war toll und hat jedem Schüler sehr gut gefallen. Leider hatten wir nur einen Tag Zeit und mussten uns beeilen, um auch wirklich alle Sehenswürdigkeiten zu besuchen.

(c) Lena J. und Maike Sp.

Ausflug nach Lancaster

Am 29.03.2009 fuhren wir mit der gesamten Gruppe der Austauschschüler und zusätzlichen Interessierten der Somerset Area Highschool nach Lancaster.

Lancaster ist eine Hochburg der Amish People, welche, kurz gefasst, jegliche Art von technischem Fortschritt, der nach der Kolonialzeit Einzug hielt, aus religiösen Gründen ablehnen. Ihre Wurzeln haben die Amish im Deutschen, was sie zum Ziel unseres Tagesausfluges machte.

Die gut 2 Stunden dauernde Fahrt war für alle ein tolles Erlebnis an sich. Der Bus war sehr geräumig und bequem und bot die besten Voraussetzungen, um neue Bekanntschaften zu machen. Dies wurde dann auch in großem Stil getan. Wir Deutschen kamen mit vielen der Amerikaner ins Gespräch und lernten sie so kennen. Die Stimmung war allenthalben sehr ausgelassen und man hatte sofort das Gefühl, Fortschritte in Kultur- und Sprache zu machen.

In Lancaster angekommen, war unser erstes Ziel - nach ein paar Umwegen - ein Markt, auf dem die Amish ihre persönlich hergestellten Ware verkauften. Es war für alle Beteiligten erstaunlich zu sehen, wie Menschen sich mit Kutschen fortbewegen, Hüte und altertümliche Kleidung tragen und völlig anders leben als wir es gewohnt sind. 1½ Stunden Freizeit hatten wir an diesem Ort und wir nutzten sie um alles intensiv in Augenschein zu nehmen.

Anschließend ging es mit dem Bus weiter zur nächsten Attraktion: ein geschmücktes, mit Effekten eingerichtetes Kino. Hier sahen wir zunächst einen Film über die Amish People und ihre Lebensweise. Diese ist von religiösen Überzeugungen geprägt. Sie fahren kein Auto, weil diese sie zu weit von Zuhause wegtragen könnten, sie betreiben Landwirtschaft um sich zu ernähren und sie tragen besondere, altertümlich anmutende Kleidung. Der Film zeigte einen Konflikt in einer Familie, in der sich der Sohn als Footballspieler entscheiden muss zwischen der "normalo-amerikanischen" und der traditionellen Lebensweise der Amish.

Anschließend bekamen wir noch eine Führung durch ein Haus wie es Amish People unterhalten. Wir lernten viel über die Gewohnheiten der Menschen und konnten uns danach sehr gut in ihr Leben eindenken. Etwas, was – wie ich denke - jedem im Kopf blieb, war, dass die Sprache der Amish deutsch oder eine leicht abgewandelte Form des Altdeutschen ist. Ihre Bibeln waren alle in deutscher Sprache. Es war sehr interessant für uns, deutsche Bücher in amerikanischen Haushalten zu finden.

Nach der Führung fuhren wir in eine klassische amerikanische Outletstore Area, in der wir sehr viel freie Zeit hatten und somit viel mit unseren neuen Bekannten unternehmen konnten. Es war eine großartige Sache und in diesem gigantischen Einkaufszentrum war mit Sicherheit für jeden etwas zu finden.

Auch die Rückreise mit dem Bus war dann wieder viel Konversation angesagt.

Es war alles in allem ein sehr gelungener Ausflug, der uns viel Geschichte, Kultur und neue Bekanntschaften brachte.

(c) Dennis Wehlers