Sie befinden sich hier: Schule Aktiv > Fachbereiche / Fächer > Religion > Hexenprojekt > 11. Friedrich Spee > 
DeutschEnglishFrancais
15.8.2018 : 3:33 : +0200

FRIEDRICH SPEE

  • geboren 25. Februar 1591 in Kaiserwerth bei Düsseldorf
  • gestorben 7. August 1635 in Trier

  • war ein deutscher Jesuit ( kath. Ordensgemeinschaft)

  • der sich als Moraltheologe, Lyriker und Schriftsteller auszeichnet

  • er wurde bekannt als Hexentheoretiker und Kritiker der Hexenprozesse

  • er war ebenfalls als Ordensmann bekannt und soll auch „Hexen“ auf ihrem Weg zum Scheiterhaufen begleitet haben (dies wird jedoch angezweifel

 

 

Leben

  • er wurde 1591 geboren, als Sohn eines hohen kurkölnischen Beamten
  • er hatte zwei Schwestern und zwei Brüder

  • er genoss eine gute Erziehung und zog gegen den Willen seiner Eltern mit 19 Jahren in Trier als Novize in den Jesuiten Orden ein (1610)

  • da die Pest in Trier ausbrach, zog er nach Fulda wo er 1912 seine Gelübde ablag nach der 3 jährigen Zeit im Noviziat (1612-1615) absolvierte er das vorgesehenen Philosophiestudium in Würzburg ab

  • sein Wunsch als Missionar nach Indien zu gehen, lehnte der Orden 1617 ab

  • zum Abschluss des Theologiestudiums in Mainz 1619-1623, erhielt Friedrich Spee am 28. März 1623 die Priesterweihe im Mainzer Dom

  • nach Studiumabschluss arbeitete er 1623-1626 als Dozent an der Jesuiten-Universität in Paderborn

  • danach absolvierte er in Speyer (1626/27) das Tertiat

( Tertiat = die letzte Prüfungszeit, bevor die Priester in den Orden eingegliedert werden )

 

 

Kritik an Folter und Hexenwahn

  • es ist nicht sicher, ob Spee als "Beichtvater" der "Hexen" angeklagte Frauen betreute oder zum Scheiterhaufen begleitete
  • dennoch hat er durch seine Aufenthalte (Köln, Trier, Würzburg, Mainz, Speyer und Paderborn) Hexenprozesse beobachtet

  • er gab als erster zu bedenken, dass Folter möglicherweise nicht der Wahrheitsfindung diene (unschuldig seien, obwohl sie unter Folter ihre Schuld gestanden haben)