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19.10.2017 : 3:48 : +0200

Das Doppelstundenmodell am Gymnasium Syke

Seit Beginn des Schuljahres 2008/09 erfolgt der Unterricht am Gymnasium Syke überwiegend in Doppelstunden. Das zunächst zur Erprobung eingeführte Modell wurde von der Gesamtkonferenz am 19.02.2009 mit großer Mehrheit bestätigt.

Danach wird in den zweistündigen Fächern grundsätzlich in Doppelstunden unterrichtet, in den Fächern mit mehr als zwei Wochenstunden mit einer Doppelstunde und Einzelstunden.

Die zweiten Fremdsprachen werden bis zur 8. Klasse nur in Einzelstunden erteilt.

Ausgangslage

  • Die Verkürzung der Schulzeit auf zwölf Jahre hat zur Folge, dass der Unterricht bis zur achten Stunde nicht mehr die Ausnahme, sondern selbst für 5. Klassen an mindestens einem Wochentag zur Regel wird.
  • Der Unterricht findet zurzeit an drei verschiedenen Standorten statt, wodurch zum Teil weite Wege beim Wechsel der Unterrichtsräume zurückzulegen sind.
  • Häufige Raumwechsel erzeugen Unruhe und Stress, verkürzen die effektive
    Unterrichtszeit.
  • Bis zu 7 verschiedene Fächer pro Tag für Schülerinnen und Schüler,  bis zu 6 verschiedene Lerngruppen pro Tag für Lehrerinnen und Lehrer,  schwere Schultaschen
  • Doppelstunden bieten besser als Einzelstunden mehr Möglichkeiten, Unterricht methodisch vielfältiger zu gestalten (offene Arbeitsformen, Experimentalunterricht, Teamarbeit, ...)

Die Entstehung des Doppelstundenmodells

Zu Beginn des Schuljahres 2007/2008 wurden die Fachkonferenzen beauftragt, die fachspezifischen Vor- und Nachteile eines Unterrichts in Doppelstunden zu diskutieren und einen Beschluss mit möglichst breitem Konsens zu fassen.

Die Beschlüsse der Fachkonferenzen sind in ein Organisationsmodell eingeflossen, das den Schüler-, Eltern- und Lehrervertretungen sowie dem Schulvorstand zur Diskussion vorgelegt wurde. Aus diesem Diskurs entstand die Fassung des Modells, das der Gesamtkonferenz am 05.06.2008 vorgelegt wurde.

Die Entscheidung zur Erprobung des Doppelstundenmodells war verbunden mit einem unterstützenden Fortbildungskonzept, das die einzelnen Fachgruppen bei der Implementierung neuer methodischer Unterrichtsideen unterstützen soll.

Die Gesamtkonferenz hat beide Anträge mit breiter Mehrheit unterstützt. Das Doppelstundenmodell sollte dabei zunächst für ein Jahr zur Erprobung eingeführt werden.

Um eine Verlängerung der Mittagspause im Rahmen bestehender Fahrpläne der Schülerbeförderung zu ermöglichen, wurde gleichzeitig der Unterrichtsbeginn von 8 Uhr auf 07:50 Uhr vorgezogen.

Die Evaluation

Im Januar 2009 wurden alle Lehrerinnen und Lehrer sowie alle Schülerinnen, Schüler und Eltern der 6. bis 9. Jahrgänge schriftlich zum Doppelstundenmodell befragt. Es wurden 1556 Fragebögen ausgegeben, der Rücklauf lag bei 1206, also 77,5 %.

72% der Eltern, 66% der Lehrerinnen und Lehrer und 84% der Schülerinnen und Schüler haben sich dabei an der Umfrage beteiligt.

Lehrer, Schüler und Eltern haben darin das Doppelstundenmodell mit großer Mehrheit bestätigt.

LINKausführliche Dokumentation