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24.10.2018 : 5:24 : +0200

Als ich mich als Viertklässlerin am Gymnasium Syke anmeldete, entschied ich mich gleichzeitig für die Bläserklasse. Ich wusste, dass ich zwar eine Stunde mehr Unterricht in der Woche haben würde als die anderen Fünftklässler und nachmittags zu den Hausaufgaben noch das Üben auf dem Instrument kommen würde. Aber ich wollte unbedingt mit anderen Kindern, die sich auch für Musik interessieren, in einer Klasse sein. Außerdem reizte es mich, dass ich ein neues Musikinstrument erlernen würde.

So war ich aufgeregt, ob mein Wunsch in Erfüllung gehen würde.

Es klappte, ich kam in die 5b! Wir waren 20 Mädchen und 10 Jungen.

Schnell stand die Instrumentenwahl bevor. Es wurden Spieler/innen gesucht für:

  • 6 Querflöten
  • 6 Klarinetten
  • 4 Saxophone
  • 5 Trompeten
  • 2 Hörner
  • 3 Posaunen
  • 3 Euphonien
  • 1 Tuba

Ich bekam leider nicht mein Wunschinstrument, das Horn, sondern meinen Drittwunsch, die Posaune. Aber ich hatte keine Zeit darüber traurig zu sein, da wir gleich mit dem Musizieren loslegten. Und das war Fun pur!!! Wir merkten schnell, dass es nicht so wichtig war, wer welches Instrument spielte, sondern dass es nur darauf ankam, dass alle Instrumente besetzt waren und wir gut aufeinander abgestimmt spielten. Das half uns auch, schnell eine gute Klassengemeinschaft aufzubauen.

Zuerst spielten alle dieselbe Stimme. Doch schon bald trennten sich die Stimmen:

  • Querflöte, Klarinette & Trompete spielten erste Stimme.
  • Horn & Saxophon besetzten die zweite Stimme.
  • Posaune, Euphonium & Tuba vertonten die Begleitung.

Am Ende des Jahres kam bereits der erste Auftritt, der Weihnachtsbasar.

Beim Bläserklassentreffen in Sulingen waren wir dann schon vom Förderverein mit schicken, schwarzen T-Shirts ausgestattet.

Der Höhepunkt von Klasse 5 war das Konzert mit dem sinfonischen Blasorchester "artemosso" aus Bremen.

Gegen Ende des Schuljahres ging mehr als die Hälfte unserer Klasse in das jährlich veranstaltete Musikcamp der Kreismusikschule – fast eine Klassenfahrt ...

In der 6. Klasse machten wir eine einwöchige Klassenfahrt. Ich hätte nie geglaubt, dass ich je auf eine Klassenfahrt ein Instrument mitnehmen würde! Aber wir wollten ein Kurkonzert geben und verdienten doch tatsächlich dabei ca. 60 €. Das Geld wurde schnell in Eis und Noten umgesetzt.

Später begannen wir mit einigen neuen, anspruchsvolleren & bekannteren Liedern, den "Filmfavourites". Schließlich waren wir jetzt schon Sechstklässler.

Im Herbst bekamen wir dank unserer Klassenlehrerin und Orchesterleiterin Frau Lücke und dem Trompetenlehrer Herrn Semrau die einmalige Chance, an einer Oper als Kinderchor teil zu nehmen. Wir spielten in der Oper Hänsel & Gretel die Engel und sangen die Kuchenkinder.

Auch auf dem Weihnachtsbasar traten wir wieder mit ein paar Liedern auf.

Im Juni fand das Bläserklassentreffen in Syke statt. Wir durften Open Air auf dem Rathausplatz spielen.

Eine knappe Woche später fand unser letztes großes Konzert mit „artemosso“ in Syke statt.

Vielleicht dürfen wir jetzt noch auf der Abi-Entlassungsfeier spielen.

Zum Ende des Schuljahres werden wieder viele von uns ins Musikcamp fahren.

Ich finde es richtig schade, dass sich unsere Bläserklasse nach zwei Schuljahren auflösen wird. Wir haben eine so gute Klassengemeinschaft entwickelt! Wenn es nach mir ginge, könnte es noch so weitergehen. Einige von uns haben sich für das Musik-Profil entschieden und können dieses feeling vielleicht noch ein wenig länger auskosten.

Ich würde mich jedenfalls immer wieder für eine Bläserklasse entscheiden und kann es nur jedem, der Interesse an Musik hat, empfehlen. 

(Juni 2008 - Annemarie Kehl)