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17.12.2018 : 2:09 : +0100

Wirtschaftliche Aspekte des Einsatzes von RFID

Die Arbeitsgruppe "Wirtschaft": Wiebke, Hendrik und Steffen

Unsere Gruppe hat sich vor allem mit den wirtschaftlichen Implikationen von RFID befasst.
Auch wenn die Potenziale der Technologie je nach Einsatzgebiet enorm groß sind, mussten wir feststellen, dass viele Branchen und Unternehmen, für die sich eine Implementierung lohnen würde,von einer Umsetzung der Theorie in die Tat noch weit entfernt ist. Dies hängt neben den hohen Investitionskosten für die Implementierung nicht selten auch am mangelnden Know-How in den Unternehmen. Mit unseren Fach- und Hausarbeiten zu dem Thema RFID in der Wirtschaft wollen wir daher dazu beitragen, mögliche Einsatzgebiete und Potenziale von RFID aufzudecken und ins Bewusstsein zu rücken. Dabei haben wir uns nicht nur mit theoretischen Implementationsmöglichkeiten befasst, sondern von Andreas Bayer auch Einblick in ein jetzt schon funktionierenden System der Holding Bremer Entsorgung GmbH & Co. KG erhalten.
Zudem haben wir mit Volker Heidorn, welcher u.a. für den Einsatz von RFID bei Kraft Foods in Deutschland zuständig ist, über den Einsatz von RFID zur Optimierung von Lagern, Lieferprozessen und verkaufsfördernde Maßnahmen gesprochen.
Des Weiteren informierte uns Herr Dieter Voss von der BIG (Bremer Investitionsgesellschaft) über die Förderung von RFID in Bremen und klärte uns über mögliche Ursachen der mangelnden Implementationsbereitschaft der Unternehmen auf. Ausgiebige Recherchen zusammen mit denen aus Interviews gewonnenen Erkenntnissen bildeten dabei Grundlage unserer Facharbeiten über den Einsatz von RFID in der Lagerhaltung, Entsorgungslogistik und Einzelhandel. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal herzlich bei Volker Heidorn, Dieter Voss und Andreas Bayer für die netten und informativen Interviews und dafür, dass sie sich für uns Zeit genommen haben, bedanken.

RFID in der Lagerhaltung (Steffen Schumacher)

Der RFID-Einsatz in der Lagerhaltung ermöglicht es, Waren schnell zu erfassen und somit Zeit und Geld einzusparen. Zudem können Waren dank RFID auf dem Weg vom Hersteller zum Kunden ständig überwacht  werden, was eine optimale Warenversorgung am Point of Sale gewährleistet.

Neben diesen vorteilhaften Aspekten der Technologie im Vergleich zum Barcode-System gibt es aber auch negative Aspekte, die jedoch, wie die Sicherheitsprobleme von RFID, selten Eingang in Berichte finden.

Dennoch ist davon auszugehen, dass sich RFID in der Lagerwirtschaft bis 2010 amortisieren und durchsetzten wird.

Bei der Metro Group ist dies bereits im Jahr 2008 geschehen. Sie ist das führende Unternehmen bei der Einführung von RFID und zugleich das zentrale Gegenstand meiner Facharbeit.

RFID in der Entsorgungslogistik (Wiebke Meesenburg)

Im Rahmen meiner Facharbeit habe ich mich mit dem jetzigen und dem zukünftig möglichen Einsatz der RFID Technologie in der Entsorgungslogistik beschäftigt. Unter Entsorgungslogistik  versteht man alle Prozesse, die die Entsorgung vorbereiten und durchführen. Dazu gehören z.B. die Müllabfuhr oder Abfallcontainer, die eingesammelt werden müssen.

Schwerpunktmäßig beschäftige ich mich dabei mit dem Bremer Entsorgungsunternehmen HBE, welches bereits heute erfolgreich RFID einsetzt, um die Datenerfassung und -übertragung zu optimieren.

Darüber hinaus habe ich allerdings auch noch andere Einsatzmöglichkeiten von RFID in Entsorgungsprozessen diskutiert.

Zusätzlich habe ich mich mit der Technologieförderung im Land Bremen beschäftigt.

RFID im Einzelhandel (Hendrik Hackfeld)

Jeder kennt die Situation, dass ein bestimmtes Produkt, welches man beabsichtigt zu kaufen, im Regal des Einzelhändlers der Wahl nicht verfügbar ist. Es wird geschätzt, dass durch diese sogenannten "Out-of-Stock"-Situationen der Einzelhandel jährlich 4% des Gesamtumsatzes verliert.

RFID könnte helfen, die "Out-of-Stock"-Rate von derzeit über 8% zu senken, indem mit RFID-Tags ausgestattete Paletten, Kartons und im besten Fall sogar Produkte mit Lesegeräten automatisch identifiziert werden und somit ein genaues Bild vom Warenbestand erstellt werden kann. Mit RFID-Lesegeräten ausgestattete Regale, auch "Smart Shelves" genannt, könnten sich beim Taggen auf Produktebene automatisch melden, wenn der Bestand eines Produkttyps zur Neige geht.

Wenn auch nur vereinzelt, gibt es schon jetzt Unternehmen, welche die Technologie erfolgreich auf Produktebene einsetzten und als Vorbild für anderen dienen können.

Neben der "Out-of-Stock"-Problematik kann RFID auch genutzt werden, um verkaufsfördernde Maßnahmen in Form von optisch aufgemachten Stehbauten ("Displays") vom Hersteller bis auf die Verkaufsfläche zu verfolgen. Momentan finden sich Displays nämlich nur in ¼ der Fälle pünktlich auf der Verkaufsfläche – Eine Quote, die sich mit RFID verbessern lässt.

Auch bei der Rückverfolgung von Lebensmitteln macht ein Einsatz von RFID aufgrund seiner weitgehenden Umweltresistenz Sinn.