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21.10.2018 : 23:37 : +0200

Mit GIS und GPS auf Wattwurmjagd

Gymnasium Syke an der Nordsee aktiv / Umgang mit Hightech-Geräten der Geoinformatik

Vor dem Multimar Wattforum
Wattwanderung

Eine außergewöhnliche Projektwoche erlebten Syker Gymnasiasten im August 2007 an der Nordsee. Die Zauberwörter hießen GIS (Geographische Informationssysteme) und GPS (Global Positioning System). Dahinter verbergen sich moderne Werkzeuge der Geographie und Informatik. Die Sommercamp-Teilnehmer durften sie anwenden. Am Gymnasium Syke wird GIS-Technologie bereits seit einiger Zeit im Erdkundeunterricht, bei Projekten oder Facharbeiten genutzt. Unterstützung erfährt die Schule hierbei durch die Firma ESRI Geoinformatik GmbH.

Im Multimar Wattforum

Nun konnten 25 Schülerinnen und Schüler des 10.-13. Jahrgangs mit den Lehrkräften Helma grote Lambers und Georg Wedemeyer nach Tönning in Nordfriesland reisen, um auf Einladung der ESRI Niederlassung Hannover im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer Zusammenhänge in der Natur mithilfe modernster Geotechnologien zu erforschen.

Datenerfassung am Strand

Der Auftakt war technologiefrei. Es gab ein zünftiges Fischbrötchenessen am Hafen. Mit Vorträgen über den Lebensraum und Nationalpark Wattenmeer begann das abwechslungsreiche Programm. Dann wurde der Umgang mit den Hightech-Geräten geübt, es wurden Teams gebildet und Arbeitsaufträge verteilt. Fachlich betreut durch Experten von ESRI und con terra, Mitarbeiter des Nationalpark-Amtes und Umweltpädagogen folgten nun mehrere Busexkursionen an die Eiderstedter Küste, um den Einsatz von GIS und GPS im Wattenmeer zu erproben. Zunächst ging es zum breiten Sandstrand von St.Peter-Böhl.

Mit Pocket-PC im Wattenmeer

Ausgestattet mit mobilen Feldcomputern und integrierten GPS-Modulen zur satellitengestützen Positionsbestimmung wurde zunächst der Strand vermessen. Anschließend wurde über eine Strecke von mehreren Kilometern der Verlauf der Salzwiesenkante erfasst und mit dem früheren Verlauf verglichen. Bei einer Wattwanderung sammelte die Syker Gruppe mit ihren Mini-Rechnern dann Geodaten und Informationen für einen digitalen Exkursionsführer, den der Umweltstudienplatz der JH Tönning in Zukunft weiterverwendet. Ergänzt wurde das Programm durch meeresbiologische Untersuchungen im Wasserlabor der Jugendherberge und den Besuch des Multimar Wattforums. Es ist das größte Infozentrum für den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und bietet eine bunte, einfallsreiche Erlebnisausstellung mit faszinierenden Einblicken in die Unterwasserwelt.

Im Wasserlabor

Alle erfassten Daten werteten die Schüler im eigens hergerichteten "Informatikraum" der Jugendherberge aus und verarbeiteten sie zu digitalen Karten mit ansprechendem Layout. Als Höhepunkt der Woche wurden die Ergebnisse schließlich im Nationalpark-Amt präsentiert und mit viel Beifall bedacht. Die von den Schülern entwickelte Karte zur Verlagerung der Salzwiesenkante soll nun mit Begleittext auf der Website des Nationalparks veröffentlicht werden.

Auswertung der Daten

Die Heimreise trat die Gruppe aus Syke mit zahlreichen Erlebnissen und  interessanten Anregungen für künftige GIS- und GPS-Projekte an.

(Wm)