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Tagebuch einer Klassenfahrt

Die 6C in Torfhaus  -  03-07. September 2007

Montag, 3. September 2007

Hosenmode

Montagmorgen gegen 8:00 Uhr trafen wir uns verschlafen und mit einem riesigen Stapel Taschen zusammen mit der Klasse 6g am Busbahnhof in Syke. Als unsere Eltern noch neidisch winkten, fragten wir uns, ob es wirklich Grund zu Neid geben würde. Wir stellten uns eher eine langweilige Brockenwanderung vor, bei der nur die Lehrer Spaß haben würden. Doch wir merkten schon bei der Ankunft, dass es ganz anders kommen würde. Dort in der Jugendherberge Torfhaus gab es gemütliche Zimmer, schöne Gemeinschaftsräume und einen tollen Fußballplatz. Schon nachmittags erkundeten wir die Gegend, indem wir eine Matschwanderung machten. Doch statt eines langweiligen Spaziergangs auf gepflasterten Wegen wurde es ein lustiges Gehüpfe über riesige Pfützen, winzige Bäche und Matschlöcher, in denen man bis zu den Schienbeinen im Dreck versank. Ununterbrochen regnete es, doch wir hatten unseren Spaß. Mit nassen Socken und Hosen kamen wir schließlich an der Jugendherberge an. Nach dem Abendbrot und dem lustigen Spieleabend verkrümelten wir uns auf unsere Zimmer und unterhielten uns noch bis spät in die Nacht.

Von Jule & Clara

Dienstag, 4. September 2007

Neue Durchsicht

Heute Morgen wachten wir auf. "Man, sind die Betten hart", lachte Lea, während wir zum Frühstück gingen. Die wenigen Schritte so früh am Morgen zum Gemeinschaftsraum kamen uns schon ewig vor. Doch das war nichts im Gegensatz zu unserer Brockenwanderung, denn diese drohte heute noch. Am späten Vormittag trafen wir uns mit Trinkflaschen, gefüllten Brotdosen und warm angezogen vor der Jugendherberge. Die ganze Nacht hatte es geregnet, doch jetzt sah es zwar nass, aber auch sonnig aus. Den Brocken konnten wir allerdings nicht sehen. Seine Spitze steckte noch in den Wolken. Schon nach den ersten Metern wussten wir, wie anstrengend es werden würde. Doch als unser "Vorbild" Herr Schwemme über den Fluss sprang, sprangen wir ihm alle nach. Verbotenerweise liefen wir querfeldein durch Moos und Wald und der eine oder andere fiel schon mal ins Wasser. Einige von uns bekamen auch ganz neue "Durchblicke". In der Natur war viel zu entdecken!

Herren- und Damentoilette getrennt

Doch der Bach floss nicht ewig neben unserem Wanderweg entlang. Die Landschaft wurde steinig und öde. Abwechslung kam erst wieder auf, als wir auf die Brockenbahn stießen. Bald schon waren wir auf der Brockenspitze angelangt. Auch Carolin - unsere Mitschülerin mit ihrem gebrochenen Bein - trafen wir oben. Sie aß oben mit uns Pommes. "Ich bin mit der Pferdekutsche gefahren. Alle par Minuten musste ich aussteigen, weil die Pferde zu müde waren. Ich wäre lieber mit euch hoch gelaufen!", meinte Carolin. Oben auf dem Brocken war es superwindig und fürchterlich kalt. Dafür hatten wir auch Glück mit dem Wetter; denn als wir oben ankamen, hatten sich die Wolken verzogen und wir konnten eine prima Aussicht genießen.

Der Rückweg machte noch mehr Spaß. Auch Carolin, die nun mit der Brockenbahn - statt der Pferdekutsche - fuhr, hatte ihren Spaß. Erschöpft kamen wir in der Jugendherberge an, spielten Werwolf, Fußball und hatten viel Freude. Abends bastelten wir aus Woll- und Stoffresten kleine Brockenhexen. Erschöpft fielen wir ins Bett.

Von Jule & Clara

Treffen auf der Brockenbahn

Mittwoch, 5. September: Bad Harzburg

Seilbahn Bad Harzburg

Der dritte Tag in Torfhaus begann wie jeder andere auch - mit einem leckeren Frühstück. Nach dem leckeren Frühstück begaben wir uns zur Bushaltestelle in Torfhaus. Es war höchstens 5 Grad warm, man sagt wohl besser "kalt"! Die ersten begannen zu frieren im eisigen Wind. Der starke Regen machte es auch nicht besser. Erst nach einer Ewigkeit kam der Bus - so empfanden wir - und wir konnten einsteigen. Auf dem Weg nach Bad Harzburg klarte es auf und versprach schön zu werden in der Stadt. Es war anfangs so neblig, dass wir vom Bus aus nicht einmal einen Blick auf den Brocken werfen konnten. Unsere Gedanken schweiften ab und wir erinnerten uns, dass die Armen aus der 6g in dieser eisigen Kälte den Brocken hoch wandern mussten. Als wir angekommen waren, fuhren wir mit einer Seilbahngondel den Burgberg hoch und wanderten zur Rabenklippe, in deren Nähe sich das Luchsgehege befand. Wir haben dort tatsächlich zwei Luchse gesehen. Viele Kinder meinten, sie hätten die Luchse nie gesehen, wenn Simon sie nicht entdeckt hätte. Auf der Rabenklippe blieben wir für eine Stunde, picknickten, spielten, kletterten und machten Fotos. Nach dem anstrengenden Rückweg fuhren wir mit der Gondelbahn ins Tal zurück. Bevor wir den Rückweg nach Torfhaus antraten, durften wir noch in der "Bummelstraße" - die Straße heißt wirklich so - "shoppen" gehen. Danach sind wir wieder nach Torfhaus gefahren. Bevor der Tag zu Ende ging, haben wir noch Spiele gespielt!

Von Marilis, Carolin, Katharina C. und Lukas

Donnerstag, 6. September

Rückweg

Am Donnerstagmorgen wollten wir um ungefähr 9:30 Uhr zu einer Moorwanderung. Wir waren mit zwei Klassen auf Fahrt;  die andere Klasse hatte den Termin um 9:30 Uhr erbeten und wir durften deswegen bis 14:00 Uhr fast nur spielen. Natürlich aßen wir zwischendurch zu Mittag. Die Mehrzahl von uns hat Fußball gespielt. Die anderen haben Brett- oder andere Spiele gespielt. Ein Favorit war das Spiel "Werwolf"! Um 14:00 Uhr gingen wir zum Nationalparkhaus. Als wir dort angekommen waren, haben wir eine Frau getroffen, die uns über das Moor und die Entstehung etwas erklärte. Nach den theoretischen Informationen an Modellen zur Moorentstehung sind wir zum großen Torfhausmoor gewandert. Anfangs konnten wir unsere eigene Fußspitze  nicht sehen, weil genau in diesem Moment starker Nebel aufzog. Ganz schön schaurig. Als wir im Torfhausmoor waren, erzählte sie, dass nur ganz bestimmte Pflanzen (Blumen) im Moor leben können, weil im Moor zu viel Feuchtigkeit enthalten sei und es nur wenig Sauerstoff gebe. Die abgestorbenen Pflanzen, die ins Moor fallen, verbrauchen viel Sauerstoff. Ein Test des PH-Werts zeigte, dass das Moorwasser ganz sauer ist. Wir erfuhren, dass es nur wenig Nährstoffe gibt. Deswegen gibt es dort fleischfressende Pflanzen. Aber keine Angst! Sie sind nicht so groß, dass sie Menschen anfallen. Der Sonnentau fängt z.B. Insekten, um Nahrung zum Überleben zu haben. Zwischendurch haben wir natürlich auch ein, zwei Pausen gemacht. Hinter uns lagen am Ende der Moorwanderung 4-5 interessante Kilometer. Dass der Neben längst weggezogen war, merkten wir erst, als wir an der Jugendherberge wieder angekommen waren. Ein paar Kinder sind sofort zurück zur Jugendherberge gegangen. Diese ist nur ca. 300m vom Nationalparkhaus entfernt. Die anderen haben noch einmal das Nationalparkhaus aufgesucht, um sich weiter zu informieren. Bis die anderen Kinder und LehrerInnen kamen, durften wir uns selbständig beschäftigen. Anstatt mit gewöhnlichem Abendbrot wurden wir mit einem fantastischen Grill-Barbecue überrascht. Das Essen war einfach fabelhaft. Am Abend haben wir noch ein besonders tolles Spiel gespielt. Die Bewohner eines Zimmers mussten einen Raumkollegen mit so viel Kleidungsstücken bekleiden, wie sie nur konnten. 20 Minuten hatte man Zeit. Als wir die Ergebnisse sahen, hatte eine Gruppe es tatsächlich geschafft, einer unserer Mitschülerinnen 86 Kleidungsstücke anzuziehen! Nach dem ereignisreichen Tag gingen alle ganz schnell schlafen.

Von Ali

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