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20.11.2018 : 9:28 : +0100

Projektwoche des 9. Jahrgangs zum Thema "Glück"

-  Ein Rückblick -

In der Woche vom 24. März fand im 9. Jahrgang die Projektwoche statt, dessen Schülerinnen und Schüler in knapp 15 Projektgruppen die Gelegenheit hatten, sich dem Thema "Glück" mit allen Sinnen zu nähern.

Wer einen theoretischen Ansatz bevorzugte, war bei "Philosophieren über Glück: Was macht glücklich - was nicht?" bei Herrn Gebur oder bei der "Glücksforschung" bei Herrn Schejok gut aufgehoben.

Wer einen körperbetonten, darstellerischen und musikalischen Ansatz bevorzugte, konnte bei Frau Büscher und Frau Lücke das Stück "Rüdiger und Elisabeth - Ein szenischer Lebensrückblick mit Musik" erarbeiten, bei Frau Liebich zum Thema "Tanzen - wie Bewegung zur Musik uns glücklich macht" eine eigene Choreographie einstudieren oder bei Frau Kellmann und Petar Marinov einen Film drehen.

Wer sich lieber handwerklich oder kulturwissenschaftlich betätigte, stellte bei Herrn Radeck eigene Glücksbringer her oder belegte bei Frau Michel das Projekt "Schwein gehabt... Glücksbringer rund um die Welt".

Wer sich dagegen dafür interessierte, wie er bzw. sie die Welt um ihn bzw. sie herum zum Guten verändern könnte, setzte sich bei Frau Luerßen im Projekt "Glückliche Tiere" mit kritischen Aspekten der Massentierhaltung auseinander oder besuchte mit Frau Ruff im Projekt "Wie das Ehrenamt andere glücklich macht" verschiedene soziale Einrichtungen. Glücksgefühle - das wissen wir alle- kann auch ein schönes Essen auslösen. Grund genug für Frau Hoppensack und Frau Pinkert französisch zu kochen, um sich wie Gott in Frankreich fühlen zu können und für Frau Celeste Schuhmacher mit ihrer Gruppe leckere Gerichte für den Alltag zu kochen.

Und "Glück ist... einen Schatz zu finden!" - deswegen konnten sich die Schülerinnen und Schüler bei Herrn Wedemeyer und Frau Binder im Geocaching erproben. Am Freitag, den 28. März wurden die Ergebnisse der verschiedenen Projekte in der ganzen Schule aufgebaut und präsentiert. In jeweils einer Unterrichtsstunde hatten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 6 bis 9 die angenehme Verpflichtung, sich einige Projektergebnisse genau anzusehen bzw. an den von den Projekten vorbereiteten Aktivitäten teilzunehmen.

Die Projektwoche war für die beteiligten Kolleginnen und Kollegen mit einem hohen Vorbereitungsaufwand verbunden und auch Herr Borggreve als Vertretungsplaner hat sehr aufwändige Umplanungen vornehmen müssen. Ihnen allen sei an dieser Stelle noch einmal der herzlichste Dank ausgesprochen.

Dr. Kaschke

Schwein gehabt - Glücksbringer rund um die Welt (Frau Michel)

"Schwein gehabt - Glücksbringer rund um die Welt" lautet der Titel dieses Projektes. Zehn Mädchen haben recherchiert, welche Glücksbringer es auf den unterschiedlichen Kontinenten gibt. Sie haben kleine Texte zu Geschichte und Hintergrund der einzelnen Glücksbringer erstellt und die Ergebnisse dann zu einem Spiel für die Besucher der Projektwoche zusammengestellt.

Dafür wurden zunächst Plakate für alle fünf Kontinente angefertigt. Darauf zu sehen ist jeweils eine Reihe von Glücksbringern nebst Erläuterungen. Im Klassenraum wurden diese Plakate in Form einer kleinen Galerie angeordnet, an der die Besucher vorbeigehen mussten. Wer die Texte aufmerksam las, war für das anschließende Spiel gewappnet. Hierbei galt es für zwei Mannschaften um die Wette einen Parcours mit Quizfragen rund um das Thema Glücksbringer zu bewältigen. Nur wer richtig antwortete, durfte ein Feld weiterrücken. Blieben die Fragen unbeantwortet, durfte ein Würfel helfen - vorausgesetzt natürlich, man hatte beim Würfeln Glück…

 

 

 


 

"Glückliche Tiere?" (Frau Luerssen)


Bauer Bernd mit dem Schweinchen "Dinner" (Quelle: NDR Mediathek)

Die wenigsten der zehn Schüler, die an dem Projekt teilnahmen, hatten sich bisher Gedanken gemacht, wie das Leben der Tiere verläuft und endet, die sie in Form von Wurst oder Fleisch täglich auf ihren Tellern liegen haben. Fast alle gaben an, gerne und viel Fleisch zu essen und sich nicht vorstellen zu können, sich vegetarisch zu ernähren.

Verschiedene Videos über die Haltung von Nutztieren in Deutschland regten sie jedoch gleich am Montagmorgen zum Nachdenken über diese Thematik an. Die zunächst gezeigten abschreckenden Beispiele, die Tierschützer heimlich in Betrieben filmten, die gegen die gesetzlichen Vorgaben verstießen, schockierten die Schüler und riefen Wut und Empörungen in ihnen hervor. Aber auch die Entscheidung einer Familie, ein Ferkel bei einem Biobauern zu kaufen, bei dem sie das Schwein, dem sie den Namen Dinner gaben, bis zu seiner Schlachtung begleiten konnten, stieß auf Unverständnis. Die Familie bekam von dem Bauern Berichte und Fotos über das Leben des Schweins, das sich im Gegensatz zu den meisten seiner Artgenossen sogar im Schlamm suhlen durfte, und konnte dieses sogar ab und zu besuchen.

Die meisten Schüler konnten sich jedoch nicht vorstellen, ein Tier zu essen, zu dem sie eine persönliche Bindung aufgebaut hatten oder - wie die Familie in dem Film - sogar bei der Schlachtung und weiteren Verarbeitung anwesend zu sein. In den kommenden Tagen recherchierten die Schüler selbst im Internet.

Neben der Haltung von Rindern, Milchkühen, Schweinen, Hühnern und Kaninchen informierte sich eine Gruppe auch über die Produktion von Leder und Pelzen. Zudem hielt ein Schüler aus der Oberstufe einen interessanten Vortrag über den elterlichen Schweinemastbetrieb und ein anderer Schüler, berichtete darüber, warum er vegan lebt und was das bedeutet. Am Ende wurden alle Ergebnisse in einem großen Wandplakat im Kunstflur präsentiert.

Viele Schüler zogen das Fazit, dass sie sich nun bewusster ernähren wollen, da sie einen Einblick erhalten haben, wie Tiere in der heutigen Massentierhaltung leiden müssen.

Vom Glück, mit Liebe zu Kochen (Frau Schuhmacher)

Mmmmmh, was für ein Schmaus: Man nehme ein Maishähnchen, fülle es mit kleinen Zwiebeln, einem Bund Petersilie, einer halben Zitrone und etwas Knoblauch, reibe es mit Salz, Pfeffer, Olivenöl, Paprikapaste und Gemüsebrühe ein, dazu einen Schuss Weißwein, und schiebe es für eine Stunde in die Röhre. Lecker! Dieses und vieles mehr hat die Kochgruppe um Frau Schuhmacher während der Projektwoche zubereitet.

Von Montag bis Freitag wurden einfache, nahrhafte Rezepte für den Alttag, aber auch für die Familie am Wochenende oder für die Party ausprobiert. Nach anfänglich gemeinsamen Besprechungen der Tagesausgaben: Wer geht heute einkaufen, putzt und schneidet das Gemüse, steht am Herde, deckt für das Mittagessen den Tisch, oder macht den Abwasch, teilte sich die Gruppe in Teams auf. Selbstsicher und konzentriert ging dann jeder an die Arbeit. Kurz danach entflohen aus der improvisierten Küche in den Schulflur der Duft von Appetitlichem und dem munteren Getümmel des Kochlöffels und die Klänge von Radio Bremen 4. 

Pünktlich um 12 wurde dann zum stilvoll gedeckten Tisch gebeten, wo alle Mann ausgelassen gegessen und erzählt haben, bis gewissenhaft und ohne Aufforderung der Lehrerin die Küche blitzblank aufgeräumt wurde. Am Anfang wussten die Teilnehmer ja nicht so genau, was auf sie zukommt, aber sie ließen sich bereitwillig auf das Spiel ein. Die Stimmung wurde schnell lockerer, man kommunizierte, fragte, erzählte, arbeitete. Als alles fertig war, genoss man das Menü, an dessen Entstehen alle mitgearbeitet hatten. Das entspannt und sorgt für Glücksgefühl. Ja, Kochen macht glücklich.

(Shm) 


"Glücksbringer selbstgemacht" (Herr Radeck)

"Glücksbringer selbstgemacht" lautete das Thema unserer Projektgruppe. Dazu trafen wir uns allmorgendlich im Keramikraum. Keraplast, Holz, Ton, Speckstein waren die beliebtesten Materialien, die mit den Händen, mit Sägen und Feilen, Modellierhölzern, Schleifpapieren, Raspeln und Bohrern bearbeitet wurden.

So entstanden neben konventionellen Glücksbringern wie vierblättrigem Kleeblatt, Glücksschwein, Herz, Marienkäfer und Fliegenpilz auch vielfältige selbst erfundene Formen, die als kleine Objekte zum Hinstellen, an einer Kette um den Hals oder auch als Handschmeichler in der Hosentasche zu tragen gedacht sind.

Matthias Radeck

"Wie das Ehrenamt andere glücklich macht" (Frau Ruff)

In welchen Bereichen sind Menschen in Syke ehrenamtlich tätig? - Was bewegt sie dazu, ehrenamtlich tätig zu sein? - und: Macht das Ehrenamt sie glücklich?

Dies waren Fragen, welchen wir in dem Projekt "Wie das Ehrenamt andere glücklich macht" nachgegangen sind.

Um mehr über ehrenamtliche Tätigkeit in Syke zu erfahren, haben wir verschiedene Vereine und Organisationen besucht, die von ehrenamtlichen Mitarbeitern getragen werden. Dort haben uns die Ehrenamtlichen von ihren Tätigkeiten berichtet und wir haben ihnen in kurzen Interviews Fragen zu ihrer Motivation, ihrer Erfahrung mit dem Ehrenamt und zum Thema "Glück" gestellt.

Auch am Gymnasium Syke gibt es Schüler, die in ihrer Freizeit ein Ehrenamt ausüben. Dies haben wir im Gespräch mit Schülern festgestellt, die beim Technischen Hilfswerk, in der Kinderturngruppe eines Sportvereins und als Bahnhofspate tätig sind.

Wir danken den ehrenamtlichen Mitarbeitern folgender Vereine, die sich für uns Zeit genommen haben:

  • Syker Tafel
  • Bürgerbus Syke
  • Café Alte Posthalterei
  • Freiwilligenagentur
  • Archiv des Kreismuseums
  • Hospizdienst