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19.10.2017 : 3:34 : +0200

Sonntag, der 12.04.2015

Am 13. April 2015 kamen die Gastschüler aus den verschiedenen Ländern:  Finnland, Polen, Tschechien, Litauen, der Türkei und Portugal, an. Es war ganz unterschiedlich, manche Gruppen flogen mit dem Flugzeug ein, wie Portugal, Finnland und die Türkei, andere Ländergruppen hingegen kamen mit Zug oder Bus. Manche Gruppen trafen schon am späten Morgen ein, andere hingegen, wie die Polen, steckten mit ihrem Bus im Stau fest und kamen erst sehr spät abends in den Gastfamilien an.

Die meisten unserer Gäste hatten nette Gastgeschenke dabei, wie spezielle Süßigkeiten oder ein Fußballtrikot oder auch einfach ein Buch. Am Sonntag war die Stimmung super und alle waren aufgeregt und freuten sich auf eine Hammerwoche, doch es gab hier und dort auch die ein oder anderen Sprachprobleme, die erst einmal mit Einsatz von Händen und Füßen geklärt werden mussten.

Emilia Schönenberg

Montag, den 13.04.2015

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück war es dann schon sehr aufregend für die Gastschüler in einem anderen Land zur Schule zu gehen und die verschiedenen Dinge, die Deutsche anders machen, zu entdecken. Meine Gastschülerin hat mir nämlich berichtet, dass in Polen so gut wie keiner mit dem Fahrrad zur Schule fährt.

Im Kulturform trafen wir dann zum ersten Mal auf alle verschiedenen Ländergruppen und wir spielten zum Kennenlernen ein Spiel in einem riesigen Stuhlkreis. Jeder, der die Sache, die angesagt wurde mag oder macht oder schon mal dort war, musste aufstehen und sich einen neuen Platz suchen. So hatte man immer neue Nachbarn und konnte sich ein bisschen anfreunden.

Danach gab es eine kleine Willkommensshow mit Reden, aber auch mit ein paar Musikstücken, gespielt von der Bläserklasse 7 und eine Tanzaufführung der Tanz-AG.

In der 3. Stunde sollten alle Teilnehmer Steckbriefe auf Puzzleteilen machen, die übrigens jetzt auch in der Pausenhalle als ein großes Puzzle hängen. Wir übten den Song „Somebody that I used to know“ mit umgeschriebenem Text und es klappte erstaunlich gut für das erste Mal. Herr Sänger erklärte uns danach 6 verschiedene Workshops, die wir wählen durften. Es ging um Mediendesign einer Präsentation, ums Bloggen, um das Dekorieren der verschiedenen

Länderkoffer, um Umfrageergebnisse usw. Danach hatten wir Freizeit und durften nach Hause gehen. Meine Gastschülerin und ich bereiteten ein Gericht für das „Intercultural Dinner“ vor und dann war die Zeit auch schon wieder fast vorbei und wir gingen in die Schule, um beim Aufbau zu helfen.

Das „Intercultural Dinner“ war eine super Sache, da es wirklich so viele Länderspezialitäten zu probieren gab, von Renntierfleisch aus Finnland, über hunderte süße Kreationen, bis hin zu Bratwurst und Salaten aus Deutschland.:)

Die finnische Schokolade wurde allerdings sehr sehr schnell von einer Gruppe Deutscher nach einem Tipp einer sehr netten Finnin entdeckt, die dann mit strategischen Angriffen, so das niemand etwas merkte oder uns für verfressen halten konnte, an unseren Tisch geliefert und dort weggegessen wurde. Übrig blieben nur die vielen blauen Papierchen. ;)

Im Anschluss ging es weiter ins Kulturforum, wo das Abi-XS-Komitee eine tolle Party schmiss. Es war super lustig und es hat wirklich Spaß gemacht mit den verschiedenen Schülern verschiedener Länder ein bisschen zu tanzen und manchmal auch kurz auszuflippen, wenn ein gutes Lied kam. Am Ende war es echt ein richtig schöner Abend.

Emilia Schönenberg

Dienstag, den 14.04.2015

Um 08:30 Uhr sind wir mit dem Zug nach Bremen gefahren. Nach ungefähr 30 Minuten Fahrtzeit haben wir unser Ziel, das Airbus Group Gebäude erreicht. Nach mehreren Sicherheitskontrollen gab es einen Vortrag, der zwar auf gewisse Weise interessant war, aber auch auf Englisch kann so ein Vortrag einschläfernd wirken, was sich dann auch bewahrheitet hat. ;)

Danach wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt und durch die Konstruktionshallen geführt wurden. Leider gibt es hier keine Bilder, denn auch Airbus hat ein Recht auf Privatsphäre. :D

Hier einen lieben Dank an Mike Brötzmann und das ganze Airbusteam.

Ohne längere Pause ging es dann mit der Straßenbahn sofort wieder in die Stadt zum Roland, wo die in Syke Zurückgebliebenen und alle Gastgeber zu uns stießen.

Um unsere Geduld noch einmal auf die Probe zu stellen, gab es noch eine Stadtführung. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei unseren Lehrern bedanken, die sich die Mühe gemacht haben, eine Führung auszuarbeiten. Danke!

Nach der Führung haben sich mehr oder weniger kleine Gruppen gebildet und wir Schüler haben noch einmal Bremen mit unseren Gastschülern unsicher gemacht. Dabei hatte manche auch die erste Begegnung mit der guten deutschen Bratwurst.

Bis wir um 18:00 Uhr unsere Rückfahrt angetreten haben, hatten hoffentlich alle viel Spaß und schöne kulturelle Schocks.

Es war eine super Woche und wir alle haben die Zeit wirklich genossen. Wir hoffen auf ein Wiedersehen.

Nele Bo Müller

Mittwoch, den 15.04.2015

Nach dem erfolgreichen Sportturnier in der Schule bin ich mit mehreren finnischen und portugiesischen Schülern zu mir nach Hause gefahren, da wir das am Nachmittag angesetzte Grillen vorbereiten mussten.

Es wurde uns ermöglicht, es bei uns zu machen, jedoch mussten wir uns um die meisten Dinge kümmern. Deswegen war es ein extrem vollgepackter Nachmittag und ehrlich gesagt, ist so etwas nicht die leichteste Aufgabe, mit mehreren Austauschschülern, die alle eine andere Sprache sprechen und sich gar nicht hier auskennen, so einen Abend vorzubereiten.

Wir gingen also mit zehn Leuten in den Supermarkt und niemand hatte einen genauen Plan, was wir machen wollten, also wurde einfach alles in den Einkaufswagen

eingeladen, was uns in den Kopf kam, ein Chaos! Irgendwann hatten wir alles und dann ging es wieder nach Hause, wo auch schon die ersten Gäste warteten, mit so vielen Leuten einkaufen zu gehen, dauert halt nicht nur 10 Minuten.

Irgendwie hat dann doch noch alles geklappt, sodass alle kommen konnten.

Wir haben gegrillt und selten so viel gelacht, doch leider hatte schon jeder das Gefühl, dass es bald vorbei sein wird und dass es nie wieder so sein wird.

Der Abend ging leider viel zu schnell vorbei und alle mussten auch wieder früh nach Hause, da am nächsten Tag der Ausflug nach Bremerhaven geplant war.

Tilman Matzen

Donnerstag, den 16.04.2015

Am Donnerstagsind wir, alle Teilnehmer vom Comenius-Camp, alle Lehrer und alle gastgebenden Schüler, nach Bremerhaven gefahren. Wir sind so viele Menschen gewesen, dass wir 3 Busse gefüllt haben, in denen wir gemischt wurden, also waren nicht alle, die aus einem Land kamen, in einem Bus.

Auf der Hinfahrt habe ich nicht so viel mit den anderen geredet, weil ich die gesamte Fahrt geschlafen habe, denn ich war schon die letzten Tage so viel unterwegs und hatte sehr wenig geschlafen. Als wir in Bremerhaven ankamen, wurden wir in kleinere Gruppen aufgeteilt und sind so ins Auswandererhaus gegangen. Das hat viel Spaß gemacht und wir konnten viel entdecken.

Nachdem wir fertig waren, hatten wir noch sehr viel Freizeit und konnten in Gruppen in Bremerhaven herumlaufen.

Zuerst war ich mit meiner Gruppe shoppen und dann sind wir an die Nordsee gegangen und haben da ein kleines Picknick gemacht, denn es war richtig gutes Wetter. Irgendwann wollten die anderen weiter shoppen, aber ich hatte keine Lust mehr und bin zu einer anderen Gruppe gegangen. Wir waren dann am Deich und haben Fußball gespielt und es war richtig lustig.

Um 16 Uhr sind wir dann wieder zurück gefahren und auf der Rückfahrt saß ich neben zwei anderen deutschen und einem finnischen Schüler, mit denen ich die ganze Fahrt über geredet habe (auf Englisch, obwohl der Finne auch Deutsch verstanden hat) und wir haben ein bisschen Finnisch gelernt.

Abends hatten wir dann mal ausnahmsweise nichts vor und haben „Germanys next Topmodel“ geguckt.

Roula Beranek

Freitag, den 17.04.2015

Am Freitag haben wir uns alle zur ersten Stunde getroffen, um das Lied noch einmal gemeinsam mit der Rockband zu proben. 
Danach haben alle Länder ihr Theaterstück hintereinander geprobt. Dabei gab es leichte Zeitverzögerungen, aber das war nicht schlimm.

Nach der sechsten Stunde sind wir dann nach Hause gefahren und haben dort den Nachmittag verbracht, bis es wieder Zeit wurde zum Gymnasium zu fahren, um sich dort für den Auftritt fertig zu machen.

Die Abschiedsveranstaltung war sehr schön. Es wurden Reden gehalten, der Film aus Tschechien gezeigt, das Theaterstück

aufgeführt und das Lied gesungen. Die Rockband spielte auch noch ein paar Lieder.

Die Stimmung war sehr schön und viele fingen schon vor den Ende des Auftritts an zu weinen. Die Lehrer hatten Freundschaftsbänder vorbereitet, die die Schüler an deren jeweiligen neuen Freunde verteilt haben. Manche hatten mehr, aber manche auch weniger Bänder. Im Foyer war ein Buffet aufgebaut, das sehr lecker schmeckte. Auch hier war der nahe Abschied zu merken, da wieder viele Leute weinten, dennoch war es ein schöner Abend!

Frauke Brandt