Sie sind hier: Schule Aktiv > COMENIUS > Comenius 2008-2010
DeutschEnglishFrancais
14.12.2017 : 14:13 : +0100

Comenius-Projekt 2008-2010: Europäische Jugend in Zeiten des Klimawandels

Im Rahmen des europäischen Bildungsprogramms für lebenslanges Lernen hat das Gymnasium Syke zwei Schuljahre lang (2008-2010) am multilateralen Schulprojekt Comenius teilgenommen. Nachdem bereits in den Jahren 1999-2003 ein erfolgreiches Comenius-Projekt durchgeführt wurde (Thema: Lebensstile und Lebensziele junger Europäer um die Jahrtausendwende), stand die neue Partnerschaft mit Schulen in Espoo (Finnland) und Wabrzezno (Polen) unter dem Titel "Europäische Jugend in Zeiten des Klimawandels". Für die gemeinsame, Fächer verbindende und instrumentell ausgerichtete Projektarbeit wurde bewusst ein äußerst aktuelles Thema gewählt, das sich durch hohe Schüler-, Fach- und Gesellschaftsrelevanz auszeichnet und daher auf wissenschaftlicher und politischer Ebene sowie in der öffentlichen Diskussion höchste Priorität besitzt.

Die Schulpartnerschaft wurde im Oktober 2007 bei einem Treffen in Syke mit Vertretern aus Finnland und Polen gemeinsam vorbereitet und geplant. Als erste Projektaktivität wurde im Innenhof des Gymnasiums ein Wetterhäuschen aufgestellt und in der Lokalpresse ebenso wie in der Schülerzeitung über Comenius berichtet. Seitdem haben Schüler umfangreiche Klimadaten erhoben (Ek, Kl.8), diese mit den Partnerschulen ausgetauscht und verglichen. Weitere Teilprojekte bestanden darin, die Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels zu untersuchen, hierzu Zeitungsartikel auszuwerten (D, Kl.7) und in Kooperation mit dem Kreismedienzentrum Videoclips zu drehen (Ek, Kl.11), die anschließend mit einer selbst gespielten Filmmusik unterlegt wurden (Mu, Kl.8). Darüber hinaus haben Teilnehmer des Projektes klimabezogene Naturbeobachtungen durchgeführt und die Resultate in einem Phänologiekalender dargestellt (Bio, Kl.6) sowie den "CO2-Fußabdruck" der Schule ermittelt, um die erzeugte Menge an Kohlenstoffdioxid zu erfassen und ein Konzept zur Reduktion der CO2-Emissionen zu entwickeln (Ek, Kl.10). In diesem Kontext wurde auch die Bedeutung regenerativer Energiequellen in den Partnerländern untersucht und verglichen (Sem, 13.Jg.). Schließlich fanden in regelmäßigen Abständen gemeinsame Projekttreffen statt (November 2008 in Polen, April 2009 in Finnland, Oktober 2009 in Deutschland, März 2010 in Polen), um die erarbeiteten Resultate vorzustellen und die Kommunikation bzw. Kooperation zwischen den Partnerschulen zu optimieren, aber auch um europäische Freundschaften zu fördern und die Partnerländer besser kennen zu lernen. Zur Präsentation der Ergebnisse wurde für die Comenius-Schulpartnerschaft außerdem eine eigene Website eingerichtet (http://sites.google.com/site/comklimawandel/).

Nicht nur die kognitiven und instrumentellen Inhalte, auch die affektiven Anteile solcher  Projekte sprechen langfristig für eine Fortsetzung der Comenius-Schulpartnerschaften. Die erfolgreiche Teilnahme am Comenius-Programm setzt aber nicht nur ein geeignetes Thema und eine intensive Vorbereitung voraus, sondern auch geeignete Partnerschulen und motivierte Kollegen, die das Projekt auf breiter Fächerbasis unterstützen und aktiv mitgestalten.