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12.12.2017 : 18:44 : +0100

Die Goldenen Regel für jede Band: "Es muss grooven!"

Workshop am Syker Gymnasium: Dozenten Kurt Klose und Dodo Leo bereiten junge Musiker auf Orchesterwettbewerb vor

SYKE - "jedes Mal, wenn ich nach Syke komme, bin ich begeistert von den Leuten", lobte Kurt Klose, Dozent der Landesarbeitsgemeinschaft Jazz, die Bigband des Gymnasiums. "Sie sind einfach kreativ und locker. Man kann konstruktiv mit ihnen arbeiten."

Für den Feinschliff sorgte er gestern gemeinsam mit dem Gesangslehrer Dodo Leo und Bigband-Leiterin Jutta Röscher in einem Workshop. Schließlich will die Bigband beim Niedersächsischen Orchesterwettbewerb in Goslar alles geben. Eine Woche Zeit bleibt den 40 jungen Musikern noch zum Üben.

Am Vormittag spielten sie gemeinsam Stücke wie "Think" von Aretha Franklin. Später teilten sich die Fünft- bis 13.-Klässler in drei Gruppen auf: Sänger, Bläser und Rhythmus. "Wenn die Band gut groovt, hat sie zu 90 Prozent gewonnen", lautet Kloses Goldene Regel. Er muss es wissen: 1981 gründete er die Latin-Formation Havana, und seit 1998 leitet er die Laatzener Big Band LaBi-Ba. Auch erklärte der Fachmann den Gymnasiasten, was "ghosten" bedeutet. "Man lässt bestimmte Töne weg. Fühlt sie nur, spielt sie aber nicht."

Klose ist am Gymnasium der Hachestadt ein gern gesehener Gast. "Vor vier Jahren haben wir beim Musikwettbewerb in Bersenbrück einen Förderpreis erhalten", erinnert sich Musiklehrerin Jutta Röscher. "Das war der entscheidende Anstoß für den dauerhaften Kontakt mit Kurt Klose." Ein Ende ist nicht in Sicht. "Hoffentlich", sagte die Lehrerin, die seit mehr als 20 Jahren mit Freude die Bigband des Gymnasiums leitet. Gefördert werden die Jazz-Seminare in Niedersachsen vom Kultusministerium.

"Ich kenne mich in der Bigband-Landschaft Niedersachsens aus und gebe viele Workshops. Dieser ist einer der herausragenden", weiß der Fachmann. Und auch die Leiterin hat nur lobende Worte für ihre Truppe. "Es ist ganz wichtig, dass sich ältere und jüngere Schüler mischen", sagte Jutta Röscher. "Ich bin immer wieder begeistert, wie das funktioniert. Das ist das Besondere unserer Bigband."

<< lil  // Kreiszeitung 10.06.2011