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23.4.2018 : 13:32 : +0200

2. September 2010

Der Tag der Abfahrt. Der Bus steckte im Stau und somit wurde die Abfahrt von ursprünglich 19 Uhr auf 21 Uhr verschoben. Als der Bus am ZOB Syke eintraf wurde das Gepäck eingeladen und der Busfahrer brachte uns zunächst in das Ruhrgebiet, wo glücklicherweise der Kollege Karsten für die restliche Fahrt übernahm. Um ca. 8 Uhr erreichten wir die Fähre die uns nach England übersetzte, wo die Fahrt nach Portsmouth weiterging.

3. September 2010

Der eigentliche Tag begann für uns mit der Fährüberfahrt von Calais nach Dover gegen 08.00 Uhr morgens. Nach knapp zwei Stunden erreichten wir schließlich unser grobes Ziel der Studienfahrt, nämlich Südengland. Nach Ankunft in Dover brachen wir auch nahezu sofort wieder mit dem Bus Richtung Portsmouth auf, in welchem wir nach einigen weiteren, anstrengenden Stunden Busfahrt in der Mittagszeit eintrafen. Nun wurde der Bus entladen und alle Schüler fanden sich nach kurzer Zeit in einem Zimmer des Ibis Hotels in Portsmouth wieder, in dem es uns möglich war, knappe zwei Stunden zu verschnaufen und uns von der langen Busfahrt zu erholen.

Ehe man sich versah, war die Zeit der Erholung auch schon wieder vorüber und der erste Programmpunkt unserer Studienfahrt sollte wahrgenommen werden, und zwar der Besuch des D-Day-Museums. Demgemäß machten sich alle am frühen Nachmittag auf den Weg und nach einem mehr oder weniger kurzen Fußmarsch war auch schon die Fassade des Museums erkennbar. Ausgestattet mit einem Audio-Guide, bahnte sich jeder Schüler seinen Weg durch das D-Day-Museum und am frühen Abend trafen sich alle wieder auf dem Gelände des Museums wieder, um dort der heiß erwarteten Einteilung der Schüler auf die Gastfamilien beizuwohnen. Anschließend wurde es uns ermöglicht, den Ort selbständig in kleinen Gruppen zu erkunden und so konnten sich alle den Abend frei gestalten. Abends trafen sich alle dann noch einmal in einem Pub, um den ersten offiziellen Tag der Studienfahrt ausklingen zu lassen...

4. September 2010

Am 4. September fuhren wir um 9 Uhr von unserem Hotel in Portsmouth ab. Die Fahrzeit betrug 6-7 Stunden. Mittags besichtigen wir das 5000 Jahre alte Stonehenge, über das wir im Bus noch eine Dokumentation angeschaut haben. In Stonehenge hatten wir eine Stunde Zeit die Steinquader und Gräber zu bestaunen, Fotos zu machen oder dem Souvenirshop einen Besuch abzustatten.
Gegen 18 Uhr erreichten wir Newquay, wo wir die nächsten vier Nächte verbringen sollten. Nach unserer Ankunft wurden wir auf die Gastfamilien verteilt und verbrachten den Abend nach der anstrengenden Busfahrt in ruhiger familiärer Atmosphäre, manche 18-Jährige gingen auch noch feiern, je nach dem, wie lange sie wegbleiben durften.

5. September 2010

Am 5. September stand der St. Michael's Mount auf unserem Tagesplan. Das Wetter sah schon in Newquay nicht sehr viel versprechend aus, aber wir machten uns trotzdem auf dem Weg. Um 9.00 Uhr fuhren wir in Richtung Marazion. Wie bereits „vorausgesagt“: das Wetter war wirklich nicht gut. Es hat geregnet und es war nebelig. Den Einparker schien das allerdings nicht zu stören, er sah wirklich gut aus in seiner kurzen Hose, die man unter seiner Jacke nur erahnen konnte. Das war wirklich der Lacher des Tages; der Himmel hellte sich jedoch trotzdem nicht auf. Also stiegen wir alle samt Regenjacke und Schirm aus dem Bus aus und gingen auf dem kleinen Steinweg zum St. Michael’s Mount. Dort angekommen waren wir trotz regenfester Kleidung komplett durchnässt.

Am St. Michael’s Mount hatten wir dann so eine Art Freizeit. Wir konnten uns das Schloss in Kleingruppen ansehen. Der Weg zum Schloss war jedoch alles andere als ein netter Spaziergang. Am Schloss angekommen wahr wohl jeder froh endlich im Trockenen zu stehen. Wir schauten uns also das Schloss und seine Terrassen an, von denen man bei gutem Wetter sicher einen tollen Ausblick gehabt hätte. Nach einer gewissen Zeit trafen wir uns alle wieder, um weiter zu fahren. Da jedoch Flut war, und wir unseren Weg zurück nicht zu Fuß bewältigen konnten, mussten wir auf kleine Boote zurückgreifen, die uns relativ sicher zurück an Land brachten.

Nun ging es weiter nach Porthleven. Wir bekamen den Auftrag ein mystisches Foto zu machen. Passte natürlich sehr gut, durch das immer noch schlechte Wetter hatte man tolle Motive wie zum Beispiel nebelverhangene Kirchtürme. Freizeit hatten wir auch, wir konnten den Ort in kleinen Gruppen erkunden. Da sich das Wetter immer noch nicht gebessert hatte, sind so gut wie alle in ein Restaurant oder in einen Pub gegangen, um sich aufzuwärmen.

Später ging es dann weiter zum Lizard Point, allerdings ohne Bus, denn die Lehrkräfte dachten sich, dass uns eine Wanderung bestimmt nicht schaden würde. Gott sei Dank regnete es nicht mehr, sodass wir uns alle auf die Wanderung einließen, die angeblich nur eine Stunde dauern sollte.

Der Weg führte an den Klippen entlang, man hatte wirklich eine schöne Aussicht. Teilweise waren kleine "Hindernisse" in den Weg gebaut, so hatte man noch etwas zu tun. Nach 3, gefühlten 100 Stunden, waren wir dann endlich am Lizard Point angekommen. Doch unser Bus, der eigentlich hätte da sein sollen, war nicht aufzufinden. Wir gingen somit einfach die Straße weiter, da niemand Netz beziehungsweise Akku hatte, um Karsten mit K zu erreichen. Irgendwann merkten wir, dass Mathies und Nils G. fehlten, also mussten wir die beiden erst mal anrufen. Dies klappte dann auch, und es stellte sich heraus, dass die beiden schon gemütlich im Bus saßen. Sie sagten uns also, wo der Bus stand, und wir konnten sicher wieder nach Newquay zurückfahren...

6. September 2010

Heute fing der Tag für uns alle sehr gemütlich an. Einige von uns hatten das Glück länger zu schlafen, andere wurden zur gewohnten Zeit nach Newquay gebracht, um dort ihren Vormittag zu verbringen.
Wir waren alle in unseren "Kleingruppen" unterwegs: Einige waren einkaufen ("I love Newquay"- Shirts mussten sein), haben das Aquarium besucht, andere saßen am Strand oder anschließend auch bei Burger King, als uns das wechselhafte englische Wetter mal wieder überrascht hat.

Gegen Mittag haben wir uns dann alle bei Burger King versammelt und Karsten mit K hat uns dann zusammen mit den Lehrkörpern nach St. Ives gebracht. Nachdem der Bus in heikler Schräglage geparkt wurde, durften wir uns dann wieder in den "Kleingruppen" auf den Weg machen, um den Ort zu erkunden. Dieses Mal hatten wir Glück mit dem Wetter, was die meisten von uns veranlasste, zum Strand zu gehen. Das bedeutete zum Beispiel "sofort Hose aus und ab ins Meer", es wurden wieder mal akrobatische Höchstleistungen vollbracht und die Mädchen machten natürlich Fotos ohne Ende. Zwischendurch wurden Getränke und Toastbrot gekauft, denn es wurde Zeit für eine deutsche Bratwurst.

Alle machten sich auf den Rückweg zum Bus und auf einer gegenüberliegenden Wiese mit schöner Aussicht wurden die Grills angeheizt.

Als dann alle satt waren, die Grills mit der Glut aber noch sehr heiß waren, gab es ein Problem. Irgendwie muss man die doch abkühlen können? Schließlich hatten wir nicht viel Zeit, wir wollten ja noch zum "Minack Theatre". Nach etlichen Überlegungen und in Anbetracht der akuten Waldbrandgefahr gab es nur eine Lösung: die Kohle muss ausgepinkelt werden! Da gab es natürlich (männliche) Freiwillige, denn nach dem ganzen Apfelsaft aus Dosen muss man den auch wieder loswerden.

Nachdem die vier Jungs und ein Lehrkörper (LEHRKÖRPER!!) im Rauch verschwunden waren, einige von uns vor lachen auf dem Boden lagen und das Ganze (ein Glück) gefilmt wurde, war die Kohle gelöscht.

Jetzt mussten wir uns schnell auf den Weg ins "Minack Theatre" machen. Karsten mit K fuhr so schnell er konnte, doch leider kamen wir etwas zu spät und mussten auch noch einen Berg hochlaufen, der gefühlt so hoch war wie der Mount Everest.

Als wir dann endlich unsere Plätze eingenommen hatten, durften wir die Vorstellung "The Rover" verfolgen. Die war bestimmt auch sehr gut! Nur leider hat man nicht so viel verstehen können.

Das war der Abschluss des wohl witzigsten und auch wettertechnisch schönsten Tages in Südengland.

7. September 2010

Am sechsten Tag stand ein Ausflug zur Burg Tintagel auf dem Plan, mit Ausnahme einer kleinen Gruppe, die an diesem Tag ein Alternativprogramm machte und in Newquay surfen ging. Der Trip nach Tintagel ging um 12 Uhr los, weshalb wir an diesem Tag länger schlafen konnten.

Schließlich brachte Karsten uns nach Tintagel, wo wir uns nach einem kleinen Fußmarsch an die Küste einen kurzen Film zur Burg und King Arthur anschauen konnten. Da zu der Zeit Ebbe war konnten wir einen Blick in eine normalerweise gefluteten Höhle wagen. Danach ging es einige Stufen hinauf auf ein Plateau an der Küste, wo die Burg Tintagel einst stand. Viel war davon nämlich nicht mehr zu sehen. Wer einzelne Burgteile nicht mehr erahnte, konnte sich durch kleine Informationstäfelchen an besagten Stellen helfen lassen oder den Blick auf das Meer genießen.

Nach ca. 2 Stunden der Erkundung in Gruppen ging es wieder zurück zum Bus, der uns weiter nach Padstow einem kleinen Fischerdorf mit übermäßigem Fish & Chips Angebot brachte. Hier hatten wir nochmals ca. 2 Stunden Zeit uns zu verpflegen, den Ort anzuschauen oder einfach ans Meer zu setzen.

Letztendlich brachte unser Busfahrer Karsten uns wieder zurück nach Newquay, wo sich Abends alle Reisenden der Seminarfahrt zusammen in einem Pub verabredet hatten. Um 23 Uhr war es dann aber auch schon wieder Zeit von den Gastfamilien abgeholt zu werden.

8. September 2010

Am 8. September mussten wir Newquay leider verlassen. Wir verabschiedeten uns von unseren netten Gastfamilien, einige machten noch Fotos mit ihren englischen "Verwandten", und dann machten wir uns um 9 Uhr morgens auf den Weg nach Brighton.

Auf der Busfahrt war dann wieder das übliche Programm: Toilettenpausen, schlafen, essen (was meistens alle gleichzeitig taten) und DVDs schauen, wobei wir immer noch sauer auf unsere lieben Lehrkörper sind, dass sie uns "Borat" die ganze Fahrt über vorenthalten haben!

Gegen Nachmittag kamen wir dann in Brighton beim Hotel an. Wir verteilten uns auf die Zimmer, die nicht immer einen Ausblick auf das Meer hatten. Danach hatten wir noch Zeit, um uns Brighton anzuschauen.

Abends durften wir dann auch noch weggehen, zumindest die Über-18-Jährigen. Die anderen mussten ihre Partys leider im Hotel feiern. Jeder hatte an diesem Abend wohl seinen Spaß, doch auf einige Geschichten muss ja nicht weiter eingegangen werden... Wie heißt es so schön? "Was in Brighton passiert, bleibt in Brighton", jawohl!

9. September 2010

Es war ca. 8 Uhr morgens, als sich langsam alle zum Frühstück einfanden. Einige sahen ausgeschlafen aus, andere völlig verkatert. Schließlich musste der letzte Abend in Brighton ausgenutzt werden, was auch einige sichtlich getan hatten.
Nachdem alle satt waren, ihre Koffer mit Mühe und Not nach unten geschleppt hatten, wurden diese gegen 10 Uhr im Keller des Hotels verstaut und wir konnten wieder mal in "Kleingruppen" losziehen, um die Stadt zu erkunden. Für einige bedeutete dies, ihr letztes Geld in Klamotten oder Mitbringsel umzutauschen, andere verbrachten die sechs Stunden damit, am Strand zu sitzen und das schöne Wetter zu genießen.

Gegen halb vier trafen wir uns dann mit den Lehrkörpern am Pier, damit wir noch die restlichen Bratwürste vernichten und den letzten Tag in Brighton ausklingen lassen konnten.

Da uns das Wetter aber wieder mal einen Strich durch die Rechnung machte, mussten wir erst einmal einen geeigneten Platz finden. Das war gar nicht so einfach, denn man möchte mit ca. 50 Leuten, drei Grills und Musik ja nicht so viel Aufmerksamkeit erregen.
Nachdem wir einen guten und auch trockenen Platz gefunden hatten, wurden die Grills angezündet und es gab endlich wieder richtige Bratwürste!

Als alle "Fotoshoots" abgeschlossen wurden, alle satt waren und wir eigentlich schon bald los mussten damit wir die Fähre erwischen, packten wir alles zusammen und fuhren mit dem Bus zurück ins Hotel.
Die Koffer wurden eingeladen und dann brachte uns Karsten mit K gegen 19 Uhr zur Fähre nach Dover.

Nachdem der Bus auf der Fähre stand und wir alle aussteigen durften, fanden sich die meisten von uns oben auf der Fähre ein. Dort wurde viel geredet, gelacht und es wurden noch ein paar letzte Fotos gemacht.

Dann waren wir auch schon in Calais und setzten unsere Rückreise fort.

10. September 2010

Nach der nächtlichen Fährüberfahrt von Dover nach Calais versuchte der Großteil der Gruppe die verbleibende Zeit zu schlafen, was mehr oder weniger gut gelang. Um 20:30 kamen wir endlich wieder in Syke an.