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24.9.2018 : 22:13 : +0200

Das Darwinjahr - 150 Jahre Evolutionsforschung

Vor mittlerweile 178 Jahren verließ die M.S. Beagle den Hafen Davenport, um während ihrer Weltumsegelung Brasilien, Argentinien, die Falklandinseln, Chile, Peru, Tahiti, Südafrika und die unwirtlichen Galapagosinseln anzusteuern. An Bord der junge Charles Darwin, der auf den Felsen des Galapagos-Archipels die wichtigsten Beobachtungen der modernen Biologie sammelte. Besonders die nach ihm benannten Darwin-Finken und die riesigen Galapagosschildkröten, welche nur auf diesen nie mit dem Festland verbundenen Vulkaninseln vorkommen, gaben ihm Anlass über die Entstehung der Vielfalt der Arten nachzudenken.

Nach seinen Reisen verließ Darwin England nicht mehr. Aber er analysierte intensiv seine umfangreichen Aufzeichnungen und veröffentlichte das Ergebnis seiner Überlegungen 1859 in dem Bahn brechenden Werk "The Origin of the Species by Means of Natural Selection - Die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl".

Durch naturwissenschaftliche Beobachtung war er zu der Erkenntnis gekommen, dass Populationen und Arten variabel sind und sich im Laufe der Zeit, d.h. über viele Generationen hinweg, verändern. Daraus entwickelte er seine Theorie der Evolution durch natürliche Selektion, die heutzutage unter Wissenschaftlern weltweit anerkannt ist und für die es unzählige Belege aus den Bereichen der Ökologie, Genetik, Mikrobiologie, Paläontologie, usw. sowie der Tier- und Pflanzenzüchtung gibt (Synthetische Evolutionstheorie). 

Aus Anlass des 200. Geburtstages von Charles Darwin (*12.02.1809) wurde 2009 das Darwinjahr gefeiert. Grund genug für einige Klassen sich eingehend mit der Person Darwin und seiner wissenschaftlichen Theorie zu beschäftigen.

Die Ergebnisse dieser Projekte sind in den Schaukästen und den Stellwänden in der Biologie zu bewundern.

Neben einem selbst gedrehten Film der Klasse 10 L über Darwins Fahrt mit der Beagle (Titel "Unser Charly") sind diverse Bilder, Plakate, tierische und modellhafte Exponate zu sehen.

Die Schüler setzten sich darüber hinaus kritisch auseinander mit den Aspekten des Missbrauchs Darwins im "Sozialdarwinismus" des Dritten Reichs. Ebenfalls besprochen wurden Aspekte von "Glaube und Wissenschaft": Die großen christlichen Kirchen (Landeskirchen) erleben heute auch in Bezug auf die Evolutionsforschung eine sich gegenseitig bereichernde "Vereinbarkeit von Glaube und Wissenschaft". Demgegenüber sehen Anhänger des Kreationismus meist einen Widerspruch zwischen wörtlicher Bibelauslegung der Schöpfungsgeschichte und Evolutionstheorie .

Aktiv beteiligt waren die Klassen 10 FL, 10 L, 10 PS und die 10 F2  unter der Leitung von Frau Babel, Herrn Benthien, Herrn Seidel, Frau Siebert und Frau Jahnke.