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20.2.2018 : 16:16 : +0100

Schülerinnen und Schüler aus der 7 ten Jahrgangstufe als Autokonstrukteure

Ein fächer- und jahrgangsübergreifendes Projekt

Die Aufgabe im Projekts bestand darin, aus einem Styroporblock ein Auto zu entwickeln, dass möglichst schnell fahren konnte, einen möglichst geringen Luftwiderstand aufwies, einen guten Geradeauslauf erreichte und über eine gute Kippstabilität verfügte. Außer diesen physikalischen Zielsetzungen sollte es auch schön gestaltet sein. Daher bot sich ein Fächerübergriff von Physik und Kunst an In beiden Fächern wurden die Autos fünf Doppelstunden voller Eifer entworfen, geformt und angemalt. Den Schülern bekamen hierfür Achsen, Räder, Kleber und Gewichte. Daneben durften die Schülerinnen und Schüler andere Materialien verwenden. So haben einige z. B. Achsen und Räder von Lego oder aus Metallbaukästen für ihr Auto verwandt. Die Bedingungen für die Konstruktion waren die Einhaltung bestimmter Maße sowie die Verwendungen eine Schraube als Gewicht. Die restliche Gestaltung könnten sich die Schülerinnen und Schüler der Profilklassen Naturwissenschaften 7pn1 und 7pn2 frei wählen. Betreut wurde das Projekt von den Physiklehrern, Herrn Dr. Rethfeld und Herrn Dr. Gutsmann und von der Kunstlehrerin Frau Nolte den Kunstlehrer Herr Radek.

Am Dienstag 02.03.2010 wurden dann in den ersten vier Stunden an 4 Stationen 5 verschiedene Messungen und die optische Bewertung durchgeführt. Der Luftwiderstand und die Kippstabilität wurden mithilfe eines Newtonmeters und eigens hierfür angefertigten Konstruktionen ermittelt. Neben der mit Lichtschranken gemessenen Geschwindigkeit wurden auch Rollweite und Geradeauslauf bestimmt. Hierfür ließen die Schüler ihre Autos von einer Rampe fahren, die ebenfalls aus Styropor gefertigt wurde.
Währendessen wurden Werbeplakate für die jeweiligen Autos angefertigt, um die tollen Produkte eindrucksvoll zu präsentieren.

Das Projekt wurde im Rahmen des Seminarfachs "Physikalische Experimente aus fachdidaktischer Sicht" des 13. Jahrgangs von den Schülern Michael Steiniger, Eike Gerding und Jannes Kahle unter Mithilfe ihres Physiklehrers Herrn Dr. Rethfeld vorerprobt. "Wir wussten aus eigener Erfahrung, dass so etwas viel Spaß macht und man einiges lernt", erklärt Jannes Kahle der, wie die anderen beiden auch, in einer mathematisch-naturwissenschaftlichen Profilklasse war. Für die Durchführung galt es sinnvolle Grenzen und Materialien auszuloten, Messtechniken auszuprobieren, die Kosten zu kalkulieren und dieses Projekt auf der Homepage zu präsentieren. Zusätzlich waren waren wir drei an dem Projekttag als Helfer anwesend und griffen den Lehrkräften tatkräftig unter die Arme. "Das war eine Mordsarbeit", meinte Eike Gerding, "aber Spaß hat es trotzdem gemacht".

Das Autoprojekt diente als motivierender Einstieg in die Themen "Bewegungslehre" und "Kräfte" des Physikunterrichts der 7ten Klassen. "Der Spaß steht natürlich dennoch im Vordergrund. Allerdings bekommt jeder Schüler auch eine Note für sein Auto", so Lehrer Johannes Rethfeld.

Quellen: Weserreport vom 03.03.10, Kreiszeitung vom 03.03.10, unser Dank gilt auch Dirk; der freundlicherweise die Auswertungen tatkräftig unterstützt hat.

(Text: Michael Steiniger, Eike Gerding, Jannes Kahle und Johannes Rethfeld)