Sie sind hier: Schule Aktiv > Kunst - Musik - Theater > Musik > Big Band > Schüler sprühen nur so ... (2010)
DeutschEnglishFrancais
12.12.2017 : 18:42 : +0100

Zufrieden nach grossem Auftritt

Bigband des Gymnasiums Syke überzeugte am Donnerstag Abend ebenso wie die Profimusiker der NDR Bigband

SYKE  "Danke, liebe NDR Bigband! Es ist für uns eine große Ehre, ausgewählt worden zu sein", kam am Donnerstagabend von der Bühne des Syker Theaters ein großes Dankeschön vom musikalischen Nachwuchs des Gymnasiums in Richtung Profis.

   Bereits im vergangenen Jahr startete die NDR Big Band eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Schulen in Schleswig-Holstein mit dem Hinblick auf Talentförderung. In diesem Jahr ist Niedersachsen an der Reihe, und das Syker Gymnasium war als eine von fünf Schulen als Anerkennung besonderer Leistungen der Bigband mit dabei. Nach intensiven Proben war am Donnerstag nun der große Tag gekommen: Das gemeinsame Konzert des Schüierorchesters mit der NDR Bigband. Was aus einer jungen, ambitionierten Band einmal werden kann, zeigten die Profis vom NDR unter der Leitung von Jörg Achim Keller im zweiten Programmteil: Tradition und Modernes präsentierte das NDR Orchester fast spielerisch leicht, ganz nach dem. Geschmack eingefleischter Jazzfans. Louis Armstrongs "What a wonderful world" beschloss das rundum gelungene Konzert. Vor ausverkauftem Haus hatte zuvor die 33-köpfige Schüler-Bigband mit ihrer Leiterin Jutta Röscher den Auftakt gegeben. Punkt 19.30 Uhr tauchten Scheinwerfer die Bühne in hellblaues Licht. Das Gesangsquartett Lena, Lea, Jenniver und Daria ging gekonnt in Stellung und begrüßte das sichtbar gespannte Publikum aus Eltern, Freunden und Geschwistern mit  einem  selbstbewusstem "Wir sind die Big Band und freune uns, dass Sie da sind."   

 

   Keine Spur  von Lampenfieber zeigten die vier Frontfrauen, als sie zum Mikro griffen und "It's raining men" als ersten Beitrag einer bunten Mischung aus Jazz, Funk, Rock, Pop und Swing ertönen ließen.    

"Das ist Paul an der Gitarre", stellte Lea zwischendurch die Solisten ganz wie bei den Profis vor. Die zeigten in der bunt gemischten Gruppe zwischen dem Jüngsten (zehn Jahre) und dem angehenden Abiturienten beachtliches Können, das mit viel Szenenapplaus honoriert wurde.

    "Im September haben wir die Nachricht von unserer Nominierung bekommen", berichtet Jutta Röscher am Rande. Neben den normalen wöchentlichen Proben standen zunehmend auch am Wochenende Proben an. "So richtig geknallt hat es in Verden", erzählt Sängerin Jenniver von der effektiven Arbeit in der dortigen Jugendherberge. Das Ergebnis konnte sich hören und dank gelungener Choreographie auch sehen lassen.

   Ob als Jazz-Komposition "Mercy, Mery" der 60er Jahre, "Valerie" von Amy Whinehouse, Donna Summers Hit "She works hard for her money" aus den 50ern, die Schüler überzeugten, und Jutta Röscher konnte sehr zufrieden mit dem großen Auftritt sein.

   Ohne Zugabe ließ das Publikum die Gymnasiasten nicht von der Bühne. Sänger und Saxophonist Alexander musste nach seinem "Zieh die Schuhe aus" von Roger Cicero noch einmal ans Mikrofon. - Angelika Kratz (27.02.2010)

 

Schüler sprühen nur so vor Motivation und Spielfreude

Big Band des Syker Gymnasiums tritt mit der Big Band des NDR auf

 

   VON DORIT SCHLEMERMEYER  Syke. Aufgeregt waren sie und Lampenfieber hatten sie sicherlich auch, aber das hielt die 33-köpfige Big Band des Syker Gymnasiums nicht davon ab, den Gästen im Syker Theater ein mitreißendes Konzert zu bieten. Als eine von fünf Bands in Niedersachsen durfte sie gemeinsam mit der Big Band des NDR auftreten.

   Unter der Leitung von Jutta Röscher begann die Schülerband temperamentvoll mit "It's raining men" von den Weather Girls und gewann auf Anhieb die Sympathie der Zuhörer, die ihre Begeisterung mit spontanen Beifallsbekundungen ausdrückten und so die gelungenen Soli honorierten.

   Nicht eingeschüchtert von berühmten Mitstreitern der Big Band des NDR, boten die jungen Musiker und Sänger der Big Band des Syker Gymnasiums - der jüngste Mitstreiter ist erst zehn Jahre alt - dem Publikum ein anspruchsvolles Programm. Dies wurde von den Sängerinnen (Lena, Lea, Daria und Jennifer) souverän in bester Entertainer-Mentalität moderiert. Die jungen Leute im Alter von zehn bis 19 Jahre sprühten geradezu vor Motivation und Spielfreude und spielten das Stück "Mercy, Mercy, Mercy" äußerst temperamentvoll. Paul und Tirnm an den Gitarren, Torsten und Julian am Klavier, Till am Saxofon, Katharina an der Querflöte, Nikolas und Kevin an den Trompeten merkte man zwar ihre Aufregung an, aber sie spielten ohne Fehler und sehr konzentriert.

 

Ohne Zugabe geht es nicht

   Auch das romantische Duett "Aint no mountain high enough" präsentierten Daria und Alexander mit sehr sicheren Stimmen und einem ganz eigenen Charme. Als der erste Teil des Konzerts mit Roger Ciceros "Zieh die Schuhe aus" endete, ließen die Zuhörer die Band nicht ohne Zugabe von der Bühne.

 

 

   In ihrer Abmoderation vergaßen die Sängerinnen auch nicht die Dankesworte an Eltern, Schulleitung und Bandleiterin Jutta Röscher - und natürlich an die NDR-Bigband: "Wir wollen ihnen sagen, dass es uns eine Ehre war, mit ihnen zusammen ein Konzert geben zu dürfen", so die Schülerinnen.

   Nach der Pause zeigte dann eben diese Big Band, warum sie nicht nur im heimischen Sendegebiet, sondern auch jenseits des großen Teiches zu einem Ereignis geworden ist: Es ist Jazz, improvisierte Solistenmusik. Eine Band, die sich auf die Fahne geschrieben hat, jeden Tag anders und doch immer unverwechselbar zu klingen - mit Programmen, die weltbekannte Arrangeure wie der kürzlich verstorbene Steve Gray, der Brite Colin Towns oder Michael Gibbs den Solisten auf den Leib geschneidert haben.

   So facettenreich wie die Programmpalette der Band, so individuell und verschieden sind auch die Geschmäcker und Temperamente der einzelnen Musiker, was ihren Darbietungen eine Einzigartigkeit verleiht. Mit Titeln wie "Hot suite I", "What a wonderful world" und "When the saints" wurden die Arrangements eines Steve Gray zum Leben erweckt und von den Solisten mit viel Leidenschaft gespielt.

   Für echte Begeisterung und großen Applaus sorgte dann "Mackie Messer" aus der Dreigroschenoper. Ebenso unvergleichlich die Darbietung von Armstrongs "Wonderful World", Die ungewöhnlichen Interpretationen der Klassiker ließen ein zutiefst beeindrucktes Publikum zurück, unter ihnen die jungen Leute, die sich auf den anschließenden Umtrunk mit der Band freuten. Jutta Röscher war mit ihrem Ensemble außerordentlich zufrieden und sagte voller Stolz: "Das ist doch wirklich ganz gut gelaufen heute." (Syker Kurier, 27.02.2010)